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In der Gemeinde Weinsheim gibt das ganze Jahr über immer etwas zu feiern. Ob das Fest aus einem alten Brauch heraus entstand, oder es eine neuere Kreation ist, sei einmal dahin gestellt. Wichtig ist das die Weinsheimer Bürger gerne zusammen feiern . . . sehe Sie selbst.

Maifeiertage

Der erste Mai in der Eifel
Nicht nur im bayrischen Land, sondern auch in der Eifel ist es Brauch am 1. Mai einen Maibaum aufzustellen. Nachweisbar ist dieser Brauch erst ab der Mitte des 18. Jahrhunderts. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges wurde der Maibaum zur Modeerscheinung und erlebte seine weiteste Verbreitung mit der Propaganda der Nationalsozialisten, die den Maibaum zum Sinnbild der erwachenden Natur erklärten. Heute ist es in fast jedem Eifelort Brauch am Vorabend des ersten Mai, oder aber am frühen Morgen des ersten Mai einen Maibaum im Mittelpunkt des Ortes aufzustellen. Nicht nur das Streben eines jeden Ortes den höchsten und schönsten Maibaum zu besitzen, sondern auch das gegenseitige Absägen der Maibäume, der einzelnen Dörfer untereinander hat in der Vergangenheit schon öfters zu kleineren Auseinandersetzungen geführt. Dieser alte Brauch wird in der Eifel noch aufrichtig gepflegt.

Der erste Mai in Weinsheim
In Weinsheim wird der Maibaum von der Dorfjugend aufgestellt. Am späten Nachmittag des 30.April wird im Wald der Maibaum geschlagen und direkt geschält. Danach wird er mit Traktor und Anhänger ins Dorf transportiert, wo er dann geschmückt wird. Bei schönem Wetter trifft sich fast das ganze Dorf beim Maibaum Platz, um am frühen Abend das Aufstellen des Maibaums mit anzusehen. Anschließend geht das ganze in eine Art Dorffest über, welches meist bis zum frühen Morgen andauert. Bis vor einigen Jahren war es in Weinsheim sogar Brauch, dass im Dorf "gesammelt" wurde (Hexennacht). Alles was die Leute so in ihren Gärten oder vor ihren Häusern rumstehen hatten, wurde unter den Maibaum geschleppt und konnte dort am nächsten Tag wieder abgeholt werden. Dieser Brauch wird aber seit einigen Jahren nicht mehr praktiziert.

Bilder & Eindrücke

Schon Zeit vielen Jahren bietet die Gemeinde für alle Kinder Ortsteile eine "Kinderfreizeit" an. In den Sommerferien können alle Kinder und Jugendliche die Interesse daran haben eine gemeinschaftliche Woche mit Spiel, Spaß und Ausflügen verbringen.

Bilder und Eindrücke

Kirmes / Kirchweihfest
Die Kirmes ist eigentlich das Kirchweihfest am Jahrestag der Kirchweihe. Die Kirchweihe ist die feierliche Handlung, mit der eine Kirche ihrer Bestimmung übergeben wird. Im 16. Jahrhundert setzte sich das Feiern der Kirmes aller Kirchen eines Bistums an einem gemeinsamen Termin durch. Damals wurde ein Termin im Herbst bevorzugt, so dass die Kirmes vielfach mit der Erntedankfeier zusammenfiel.
Allerdings wird auch das jährliche Fest des Patrons der Kirche als Kirmes bezeichnet.
Der Patron der Weinsheimer Kirche ist der heilige Willibrord. Willibrord wurde im Jahre 658 in Irland geboren und kam als Missionar in den Norden des heutigen Deutschlands, wo er Bischof der Westfriesen wurde. Im Jahre 698 gründete er das Kloster Echternach und wirkte außerdem noch in Thüringen und Franken. Er starb am 7.11.739 in Echternach und deshalb ist der 7.11. der Festtag des Willibrord. Demzufolge ist auch am 7.November Kirmes in Weinsheim. Allerdings fallen selten die Sonntage genau auf die Daten der Heiligen, dem zu Ehren man die Kirmes feiert. Sollte der eigentliche Kirmestag kein Sonntag sein, feiert man die Kirmes am darauf folgenden Wochenende. Die „Filialkirchen“ der Pfarrgemeinde Weinsheim haben eigene Patronen. In Hermespand ist es die heilige Ursula mit dem Festtag 21.Oktober. Da aber dieser Tag genau in die Zeit der Kartoffelernte fällt, wird in Hermespand die Kirmes schon seit Jahrzehnten am 1. Februar, dem Festtag der heiligen Brigitte gefeiert. Willwerath gehört nicht zur Pfarrgemeinde Weinsheim, sondern zu Olzheim. In Willwerath feiert man aber auch das Patronatsfest, und zwar am 17. September, dem Festtag des heiligen Lambertus. Obwohl Dausfeld zur Stadt Prüm gehört, gehört die Kirchengemeinde Dausfeld zur Pfarrgemeinde Weinsheim. Dort feiert man am 13. Dezember der heiligen Ottilia zu Ehren. Und statt Kirmes ist in Dausfeld der Begriff „Breifest“ [Bräifäst] geläufig. Das stammt daher, weil es früher nach dem Gottesdienst an diesem Tage eine gemeinsame Mahlzeit gab.
Seit Jahrhunderten wird in unseren Landen die Kirmes gefeiert. Schon im Mittelalter zog die Kirmes in den größeren Ortschaften Jahrmärkte und Schaustellungen fahrender Leute an. Davon kann in Weinsheim bis heute keine Rede sein. In manchen Jahren "verirrt" sich mal eine "Kirmesbude" auf den Schulhof, dann können die Kinder Pfeile werfen oder Lose kaufen. Ansonsten ist es an der Kirmes üblich, Verwandte „op de Zopp“ oder „op den Kaffee“ (zum Mittagessen oder zu Kaffee und Kuchen) einzuladen. In den letzten Jahren bemühte sich der Weinsheimer Karnevalsverein, die Tradition der alljährlichen "Kirmes Musik" wieder aufleben zu lassen. Mit Erfolg! Aus organisatorischen Gründen finden die Kirmesveranstaltungen in Weinsheim jedoch erst am darauf folgenden Wochenende, der Nachkirmes statt. Ebenso nutzt der Theaterverein das markante Datum: Alle zwei Jahre stehen am Kirmeswochenende die Aufführungen der talentierten Weinsheimer Laiendarsteller an.

Et Wengshemer Chrisbohmsfestsche
(» in Hochdeutsch)

Wie kehnt et - wie kommt´s
Watt mäscht moa, wenn d´ Maibohm ehß – wie 1997- iwwerstännisch, bahß ahn d´ November rahn, stoah bläiwt. Schien säijt dän dahn joa net me auß. Moa broach ehn Auersaach - ehn Außräd. Uhn die ahß uhß ( Bernd, Dieter, Guido, Heinz-Peter uhn Stefan) dahn och ahjefalle. Natürlisch ahn d´r Wirtschaft, bäij Tunn. D´ Bohm muht joa stoah bläiwe, weil mir firr d´Adventszäijt ehn Chribohm drauß mache wohlle. Jenau! Jenau doawähnt!!! Matt d´m Bierjermester hahte moa oafjemaach, dat d´ Jemehn d´ Strom stellt. Et RWE juff jefroacht, uhn et woar riescht bereet, firr näijst, ehn Stäckdouß ahn ehn Stroaßelahnter zu mohntiere. Bäij zwing Elektriker ahn uhßem Jongjesellentrupp, woar d´ Chrisbohmsbeleuschtung et kleenst Problehm.
Jemaacht - jeduhnn. Sou ha mir zum ierschten Adventssahmsdisch 1997 d´ Maibohm zum Chrisbohm ehmjepoahßt. Et Doref hat säijt d´r Zäijt senge Chrisbohm. Dat wirr oach sou weeger jange, hätte mir neth van d´m Jubiläum jewoaßt, watt 2001 astuhn; 100 Joahr Wengshemer Chrisbohm. 1901 haht ehn Frahnz von Pelser – Berensberg, auß Trier, Wengshem besucht, weil d´n dumoalije Schulmester, Gerhard Leisen, vill ahl außrangiert Haushaltsjäjestänn uhn Trachte auß d´m Doref jesammelt haht. D´ Berischt hahte mir ahn uhßem ierschten Chrisbohmsheftschen oafjedruckt. Ahn d´m Berischt fällt, quasi näwelast, zuletzt nach die Informatioun, dat Chrisdaach 1901 firr et ierscht Kiehr iwwerhohpt ehn Chrisbohm a Wengshem stuhnn. Noam Theater zu d´r Wengshemer Kirmes 2001, juff et Chrisbohmsfestschen ahn Ajraff jehohllt. Stefan haht mittlerweile d´m Jongjeselleläwe neth mee sou´n hieh Prijorität jä, dat mir nemmen nach zu viehrt woare. Ahn dräij Wohche juff et Jubiläumsfestsche jeploant. Et woar vill zu duhnn. Corina Zimmer hat uhß dat schien Logo jemoahlt, watt all uhß Thasen, Heftscher uhn Plakate ziehrt. Thase woare zu bestelle, d´ Heth zu miede, ehn Plaatz firr zu fäijere zu fanne, d´ Chrisbohm zu riehschte. Et Chrisbohmsheftsche muht jeschriwwe, jedruckt uhn verdehlt jä, Schwedenöwe woare zu schnegge, Tranken uhn Ärßen zu thiere uhn uhn uhn.... Ahn dän dräij Wohche woar jidden Daach jeth zu ploane, zu orjanisiere uhn zu reviediere. Ihrlisch, die Zäijt hat uhß mannisch Flaisch Weng jekohst. Am ierschten Adventssahmsdisch, noa d´ Mahß, am wahrste Sinn ahn d´r letzter Minut woare mir sou weeg. Soujoahr uhße Pastouer, Pater Kettern, haht et sesch neth hohlle jeloaß - uhß z´ Ihre - sesch ahn d´m Oawend ahls neijen ahlen Här, a Wengshem remm aführe zu loaße.
All die lief Leek kuhme uhn hahten hirr Pläsier. Nemmen die wohllten noacher, dat mir dat Chrisbohmsfestsche wehlle jiddfer Joahr außstaffierte. Watt anjangs nemmen firr ehß jedoarscht woar, kehnt wehllen „alle Jahre wieder“. Ihrlisch, mir hahn uhß äwer oach järe preetschloa jeloaß. Weil, mir ha jemärikt, dat et Chrisbohmsfestsche Esch Spaaß mäscht. Uhn da mäscht et uhß oach Spaaß!
Bernd, Dieter, Guido uhn Heinz-Peter

Das Weinsheimer Weihnachtsbaumfest

Wie es kommt
Was macht man, wenn der Maibaum einmal – wie 1997 – lange überfällig, bis in den November hinein stehen bleibt. Schön sieht dieser dann ja nicht mehr aus. Man braucht einen Grund – eine Ausrede. Und die ist uns (Bernd, Dieter, Guido, Heinz-Peter und Stefan) dann auch eingefallen. Natürlich in einer Kneipe, bei "Tunn". Der Baum musste ja stehen bleiben, weil wir für die Adventszeit einen Weihnachtsbaum daraus machen wollten.
Genau! Genau deswegen!!! Mit dem Bürgermeister hatten wir vereinbart, dass die Gemeinde den Strom bereitstellt. Beim RWE wurde angefragt und dieses war sofort bereit, kostenlos eine Steckdose an eine Straßenlampe zu montieren. Bei zwei Elektrikern in unserer Junggesellentruppe war die Weihnachtsbaumbeleuchtung das kleinste Problem.
Gemacht - getan. So haben wir zum ersten Adventssamstag 1997 den Maibaum zum Weihnachtsbaum veredelt. Das Dorf hat seit dieser Zeit seinen Weihnachtsbaum. Das wäre auch so weiter gegangen, hätten wir nicht von dem Jubiläum gewusst, welches 2001 anstand; 100 Jahre Weinsheimer Weihnachtsbaum. 1901 hatte ein Franz von Pelser – Berensberg, aus Trier, Weinsheim besucht, weil der damalige Dorflehrer, Gehard Leisen, viele ausrangierte Haushaltsgegenstände und Trachten aus dem Dorf gesammelt hatte. Den Bericht hatten wir in unserem ersten Weihnachtsbaumheftchen abgedruckt. In dem Bericht fällt, quasi beiläufig, zuletzt noch die Information, dass Weihnachten 1901 zum ersten mal überhaupt ein Weihnachtsbaum in Weinsheim stand Nach der Theateraufführung zur Weinsheimer Kirmes 2001, wurde das Weihnachtsbaumfest in Angriff genommen. Stefan hatte mittlerweile dem Junggesellenleben nicht mehr eine solch hohe Priorität gegeben, so dass wir nur noch zu viert waren. In drei Wochen wurde das Jubiläumsfest geplant. Es war viel zu tun. Corina Zimmer hat uns das schöne Logo gemalt, welches alle unsere Tassen, Heftchen und Plakate ziert. Es mussten Tassen bestellt, die Hütte gemietet, ein Platz zum Feiern gefunden, der Weihnachtsbaum hergerichtet werden. Das Weihnachtsbaumheftchen musste geschrieben, gedruckt und verteilt werden, Schwedenöfen waren zu sägen, Trinken und Essen zu besorgen, und und und... In den drei Wochen war jeden Tag etwas zu planen, zu organisieren und zu revidieren. Ehrlich, diese Zeit hat uns manche Flasche Wein gekostet. Am ersten Adventssamstag, nach der Messe, im wahrsten Sinne in letzter Minute, waren wir soweit. Sogar unser Pastor, Pater Kettern, hatte es sich nicht nehmen lassen – uns zu Ehren – sich an diesem Abend als neuer alter Pfarrer in Weinsheim wieder einführen zu lassen.
Und all die netten Leute kamen und hatten ihren Spaß. Nur wollten sie dann, dass wir das Weihnachtsbaumfest jetzt jedes Jahr ausrichten. Was anfangs nur einmalig angedacht war, kommt jetzt „alle Jahre wieder“. Ehrlich, wir haben uns aber auch gerne breitschlagen lassen. Denn wir haben gemerkt, dass das Weihnachtsbaumfest Euch Spaß macht. Und dann macht es uns auch Spaß!

Bernd, Dieter, Guido und Heinz-Peter

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Rock am Burg-Ring
Mit dem „Rock-am-Burgring“ hat sich seit 2003 ein nettes Fest für Weinsheims Jugendliche an Pfingsten etabliert. Hierbei handelt es sich um eine langjährige Tradition, die nun fortgeführt wird.
Ausgangspunkt für dieses Fest ist das jährliche Rockfestival am Nürburgring Rock-am-Ring. Seit Mitte der 90er Jahre begeistert Rock-am-Ring musik- und feierfreudiges Publikum in der Eifel. Und von Anfang an fuhren auch immer Weinsheimer zum Camping bei Rock-am-Ring. Dabei ging es nicht nur um das Erleben der Musikkonzerte sondern immer auch um das Campen an den drei oder mehr Tagen um Pfingsten, das gemeinsame Feiern, sei es bei gutem oder schlechtem Wetter. Zum Jahre 2003 änderten die Veranstalter am Nürburgring die Eintrittspreise, und machten für alle, die nicht zu den Konzerten wollten, sondern nur zum Camping, dieses Event zu teuer.

Die Weinsheimer Feiergemeinde beschloss daher, nicht mehr zu Rock-am-Ring zu fahren, und stattdessen in der gleichen Art und Weise zu Hause zu campen. Gesucht wurde ein geeigneter Standort. Herauskam eine Wiese zwischen Weinsheim und Willwerath, nahe des historischen Burgrings. Schlussendlich wurde „Rock-am-Burgring“ 2003 ein voller Erfolg und man beschloss, es nun jedes Jahr zu wiederholen. Um die Drei-Tage Party auch möglichst abwechslungsreich und interessant zu gestallten, werden neben dem üblichen Partygeschehen diverse Events, wie eine "Spezial-Schnitzeljagd" oder andere Party-Spiele veranstaltet. Besucher, welche einfach mal auf ein Bierchen vorbeikommen möchten sind natürlich gerne gesehen und herzlich eingeladen.

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